Tourette-Camp

2015 habe ich am ersten Tourette-Camp in Wetzlar und 2018 am vierten Tourette-Camp auf der Freusburg teilgenommen. Nun bin ich Gott sei Dank in der Situation, dass ich mehr „gute Ratschläge geben kann“, als dass ich sie selbst noch suche. Ich habe bei meinen Besuchen gemerkt, dass es mir (wie vermutlich den anderen „Tourettern“ auch) einfach gut tut, sich unter „Seines- oder Ihresgleichen“ zu bewegen.

Seien wir doch mal ganz ehrlich! Unsere Kollegen auf der Arbeit oder auch viele Personen in unserem Freundes- und Bekanntenkreis bringen uns („den Betroffenen“) sicherlich durchaus viel Verständnis und Toleranz entgegen ! Das ist auch großartig und das will ich auch nicht klein reden!

Aber zwischen Akzeptanz und wirklichem „blinden Verständnis füreinander“ herrscht doch noch eine große Kluft! Für mich waren diese beiden Besuche beim Tourette-Camp daher auch regelrechte „Befreiungsschläge“! Es war wie eine große und unausgesprochene Solidarität und wie ein Familientreffen! Jede / Jeder hat Jede / Jeden verstanden, ohne sich erklären zu müssen! Wir wussten, was uns „vereint“ (so komisch das vielleicht klingen mag) und (hoffentlich) die Meisten sind auch mit dem Gefühl des „ich-bin-ja-nicht-alleine“ wieder nach Hause gefahren!

Ich denke, dass dieses Grundgefühl und diese unausgesprochene Solidarität (neben der tollen Umgebung und dem interessanten Programm) den Erfolg und den Charme dieser Veranstaltung ausmacht! Ich werde im Jahr 2019 auf jeeeeden Fall wieder dabei sein! Bis dahin erst einmal ein „Riesen-Dankeschön!“ an die Organisatoren und Verantwortlichen von „LifeTiccer e.V.“!!!!

Lutz F.


 

   
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